Kleines Medizin-Lexikon
Hepatitis A
Die Hepatitis A tritt in Deutschland hauptsächlich im Sommer
und Herbst auf. In wärmeren Ländern (zu denen viele der
bevorzugten Reiseländer zählen!) ist sie ganzjährig
weit verbreitet. Beschwerden treten ca. 2 bis 6 Wochen nach der
Ansteckung auf; Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit
mit Erbrechen, Fieber und (nur in etwa der Hälfte der Erkrankungsfälle)
ausgeprägte Gelbsucht (gelbe Haut und Augen) mit bierbraunem
Urin. Etwa die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Erkrankungen
ist auf einer Reise erworben. Dies ist unabhängig von der Art
des Reisens (sowohl beim Trekken mit Teilnahme an der landesüblichen
Ernährung als auch der Aufenthalt im 5-Sterne-Hotel) möglich!
Sie heilt in der Regel vollständig aus. Die Schwere der Erkrankung
ist altersabhängig: bei Kindern verläuft die Erkrankung
meist unbemerkt; mit zunehmendem Alter kann es meist Wochen, ja
sogar Monate dauern, bis der Erkrankte wieder gesund und arbeitsfähig
ist. Das Hepatitis-A-Virus wird in der Regel nicht sexuell, sondern
durch verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Trinkwasser
übertragen, weshalb diese Infektion in Ländern mit schlechten
Hy- gienebedingungen sehr verbreitet ist. Bei genitalanalen und
analoralen Kontakten kann es aber auch zu sexuell über- tragenen
Infektionen kommen. Zur Verhütung der Hepatitis A gibt es eine
wirksame und gut verträgliche Impfung.
Hepatitis B
Die Hepatitis B ist die häufigste und gefährlichste Hepatitis-
form und sexuell übertragbar. Ca. 2 bis 6 Monate nach der Ansteckung
treten uncharakteristische Oberbauchbeschwer- den auf sowie grippeähnliche
Erscheinungen (Abgeschla- genheit, Müdigkeit, Gliederschmerzen).
Bei vielen Patienten verläuft die Krankheit ohne das Auftreten
einer Gelbsucht (gelbe Augen, Haut). Sie heilt meistens innerhalb
von 3 - 5 Monaten wieder aus. Die Zahl der sich jährlich in
Deutschland ereignenden Hepatitis-B-Infektionen wird auf 50.000
bis 60.000 geschätzt. Die Mehrzahl dieser Zahlen ist durch
sexuelle Kontakte erworben. Nur etwa die Hälfte der Infektionen
verur- sacht Beschwerden, die zum Arztbesuch und zur Diagnose der
Infektionen Anlass geben. Die Erkrankung kann zu schweren Spätfolgen
führen: Etwa 10% der Erkrankten bleiben ihr Leben lang Überträger
des Hepatitis-B-Virus, ein Teil davon entwickelt eine chronische
Leberentzündung und als Folge davon eventuell Leberzirrhose
und Leberkrebs.
Hepatitis C
Wie die Hepatitis C übertragen wird, ist derzeit zu einem hohen
Anteil unbekannt. Bekannte Übertragungsweisen sind verunreinigte
Spritzen und medizinische Instrumente. Da- neben war in der Vergangenheit
eine Übertragung mit Blut und Blutprodukten möglich. Da
diese Infektion erst seit 1990 nachweisbar ist, wurde auch erst
in den letzten Jahren das Ausmaß der Verbreitung dieses Virus
erkannt. Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus führt häufig
zu chronischen Verläufen und zur Leberzirrhose.
Homocystein
Homocystein ist ein Stoffwechselzwischenprodukt der schwe- felhaltigen
Aminosäure Cystein. Bei bestimmten Vitamin- mangelformen (Vitamin
B12, B6 und Folsäure) kann sich das Homocystein anreichern
und zu Arterienverkalkung führen.
Hormone
Vom Körper gebildete Signalstoffe, die an den Erfolgsorganen
biochemische Reaktionen (Stoffwechselveränderungen) aus- lösen.
Hydrogenkarbonat
Hydrogenkarbonat kommt hauptsächlich in Trinkwasser und Mineralwasser
vor und dient als Puffersubstanz gegen Über- säuerung
des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten.
Hypertonie
Erhöhung des arteriellen Blutdruckes. Man unterscheidet die
sekundäre oder symptomatische Hypertonie von der häu-
figeren, essentiellen oder primären Hypertonie, für die
keine nachweisbare Ursache besteht. Bluthochdruck ist ein wesen-
tlicher Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Hypophyse
Die Hirnanhangdrüse ist etwa haselnussgroß und wie
der Name schon sagt Teil des Gehirns. Sie produziert Hormone.
Diese Seite wird ständig ergänzt.
Sollten Sie Begriffe suchen, jedoch hier nicht finden, empfehlen
wir die Suche bei Wikipedia.
|